Dies ist das fünfte Wissensgebiet der Artikel-Serie: „Neun Wissensgebiete des Projektmanagements“. Schneller Zugriff auf die gewünschten Wissensgebiete und dem Fazit sowie die Quellenangabe findest Du hier unten:
Inhaltsangabe zu „Neun Wissensgebiete des Projektmanagements“
- Integrationsmanagement
- Inhalts- und Umfangsmanagement
- Terminmanagement
- Kostenmanagement
- Qualitätsmanagement
- Personalmanagement
- Kommunikationsmanagement
- Risikomanagement
- Beschaffungsmanagement
Was ist Qualitätsmanagement?

Warum Qualitätsmanagement entscheidend ist
Das Ziel meiner Ausführungen ist es zu zeigen, dass Qualität kein Zufallsprodukt ist. Es geht darum, das Projekt so zu steuern, dass alle Ansprüche erfüllt werden – und zwar sowohl im Projektmanagement-Prozess als auch beim Endprodukt.
Es spielt keine Rolle, ob eine Software entwickelt oder eine Windparkanlage gebaut wird: Das Prinzip bleibt identisch. Werden Qualitätsanforderungen verfehlt, hat das immer negative Folgen für alle Stakeholder.
Praxisbeispiele: Die Folgen mangelnder Qualität
Was passiert, wenn die Qualität vernachlässigt wird? Hier zwei typische Szenarien aus dem Projektalltag:
- Druck & Mitarbeiterverlust: Um Kundenansprüche nachträglich „herbeizuzwingen“, werden Überstunden angeordnet. Die Folge: Fehlerbehaftete Ergebnisse und frustrierte Mitarbeiter, die das Projekt verlassen.
- Hektik & Spätfehler: Aufgaben werden zu hastig erledigt, um den Zeitplan einzuhalten. Das führt zu Fehlern, die meist erst kurz vor Projektabschluss bemerkt werden und dann extrem teuer zu korrigieren sind.
Die drei Kernbereiche des Qualitätsmanagements
Um diese Risiken zu vermeiden, sollte die Projektleitung in drei zentralen Bereichen agieren:
Qualitätsplanung: Festlegung der Standards und Ziele von Anfang an.
Qualitätssicherung: Überprüfung, ob die Prozesse den Standards entsprechen.
Qualitätslenkung: Aktive Steuerung und Korrektur, falls Abweichungen auftreten.
Mein Tipp aus der Praxis: Im Idealfall werden die Qualitätsrichtlinien nicht nur eingehalten, sondern übertroffen. Oft wird behauptet, hohe Qualität ließe sich schwer mit dem Kostenmanagement vereinbaren. Doch das Gegenteil ist oft der Fall: Kosten entstehen meist erst dann massiv, wenn Qualitätsmängel nachträglich korrigiert werden müssen. Klare Vorgaben zu Beginn sparen am Ende bares Geld.
Weiterlesen: Der Faktor Mensch im Fokus
Ein exzellentes Qualitätsmanagement steht und fällt mit den Personen, die es umsetzen. Wenn die Planung steht, aber das Team nicht optimal aufgestellt oder überlastet ist, leidet die Qualität zwangsläufig – wie die obigen Beispiele zeigen.
Genau deshalb widme ich mich im nächsten Teil einem ebenso kritischen Bereich: dem Management der Projektmitarbeiter.
Hier geht es direkt weiter zum nächsten Artikel: 👉 Wissensgebiet 6: Personalmanagement im Projektmanagement

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